In Berlin fand die 87. Umweltministerkonferenz (UMK) statt.

Umweltministerkonferenz in Berlin

Unter dem Vorsitz des Landes Berlin besprachen die Umweltministerinnen und -minister auf der 87. Umweltministerkonferenz eine breite Palette an Themen. Diese reichte von der Hinderniskennzeichnung von Windrädern bis zur Entwicklung der Wolfspopulation in Deutschland.

Die UMK begrüßte am Freitag den Klimaschutzplan 2050 des Bundes. Mit der klaren und verbindlichen Festschreibung der Ziele und Prozesse im Klimaschutz würden verlässliche Rahmenbedingungen für alle Akteure geschaffen.

Um die Energie- und Klimapolitischen Ziele zu erreichen kommt dem Gebäudebereich eine Schlüsselfunktion zu, da auf diesen Bereich 35 Prozent des Energieverbrauchs entfallen. Die UMK weist darauf hin, dass bei allen Fragen der energetischen Sanierung soziale Aspekte besonders zu berücksichtigen seien.

"Klimaschutz muss bezahlbar bleiben und darf im Gebäudebereich nicht zu Lasten der Mieterinnen und Mieter gehen. Sanierungen müssen immer auch sozial verträglich gestaltet werden", betonte der Vorsitzende der UMK, Berlins Umweltsenator Andreas Geisel.

Ein wichtiges Thema waren erneut die NO2-Belastungen im Verkehrsbereich. Die UMK stellte in Berlin fest, dass das Ziel der Grenzwerteinhaltung nur erreicht werden kann, wenn die Umwelt- und Verkehrsressorts gemeinsam im Interesse des Gesundheitschutzes agieren. Die UMK begrüsste in diesem Zusammenhang die Forderung der Verkehrsministerkonferenz, stärkere Anreize zur Beschleunigung der Flottenmodernisierung hin zu alternativen bzw. emmissionsfreien Antrieben zu schaffen. Dies zielt insbesondere auf Förderprogramme für Taxiunternehmen, Car-Sharingbetreiber und kommunale Fahrzeugflotten sowie auf die Elektrifizierung von Bussen.
Verwandte Themen
Klimaschutzplan
Diskussionen
Ähnliche News
Anzeige